CE-Kennzeichnung / CE-Beauftragter

Der Gesetzgeber legt in Form von CE-Richtlinien die Regeln fest, welche die Hersteller zu beachten haben, wenn sie ein Produkt in Verkehr bringen.

Wer eine CE-Kennzeichnung anbringt erklärt hiermit, dass das Produkt allen geltenden europäischen Vorschriften aus Richtlinien und Normen entspricht. Es ist das Resultat eines gültigen Konformitätsbewertungsverfahrens. Grundsätzlich bürgt der Hersteller mit dieser Kennzeichnung für die Sicherheit seiner Produkte. Die CE-Kennzeichnung ist somit kein unverbindliches Qualitätssiegel – anders als beispielsweise das GS-Siegel.

Die Überprüfung der CE-Kennzeichnung übernehmen benannte Stellen. Die Strafen und der daraus resultierende Schaden für eine unrechtmäßige Anbringung des CE-Kennzeichens sind enorm.

Sie wollen dieses Risiko minimieren?

Haben Sie Fragen zur CE-Kennzeichnung selbst oder zur Durchführung der Konformitätsbewertungsverfahren? Rufen Sie uns unter +49 7136 / 2973910 an oder schicken Sie uns eine Anfrage

CE-konforme Maschinen und Anlagen

Wir begleiten Sie beim Inverkehrbringen von Maschinen und Anlagen bis zur CE-Konformität:

Externer CE-Beauftragter

Wir stehen Ihrem Unternehmen mit Rat und Tat in allen CE-Belangen zur Seite. Dazu gehören die Koordination und Durchführung aller notwendigen Schritte bis zur CE-Konformität selbst komplexer Maschinen.

Der externe CE-Beauftragte als fundiert ausgebildeter Berater empfiehlt sich gerade im Sondermaschinenbau und den dort ständig wechselnden maschinenseitigen Begebenheiten.

Mit Know-how, praxiserprobten Vorlagen und dedizierter Software beschleunigen wir Ihre Doku-Prozesse maßgeblich.

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Das Zeichen CE steht für „Communautés Européennes“, also die französische Bezeichnung für die Europäische Gemeinschaft. Darum bedeutet die Anbringung der Kennzeichnung eine Übereinstimmung des Produktes mit europäischen Richtlinien in Bezug auf dessen Sicherheit.

Die CE-Kennzeichnung ist aus dem Jahre 1993 und führte die EU mit der damaligen Richtlinie 93/68/EWG ein. Damals noch als „EG-Zeichen“ geläufig, kennen sie Maschinen- und Anlagenhersteller heute vor allem unter der einheitlichen Bezeichnung als CE-Kennzeichnung.

Das CE-Kennzeichen an einer Maschine oder Anlage weist nach, dass das Produkt oder die Maschine die grundlegenden Anforderungen der EU zur Gewährleistung von Gesundheitsschutz, Sicherheit und Umweltschutz einhält.

Für viele Produkte ist die CE-Kennzeichnung verpflichtend. Mit dem CE-Kennzeichen belegt der Hersteller eines Produkts, dass er alle Anforderungen aus Gesetzen, Normen und Richtlinie kennt und dass das Produkt diese erfüllt. Kommt der Hersteller der CE-Kennzeichnungspflicht nicht nach, darf dieser seine Produkte nicht auf dem EU-Markt bereitstellen und vertreiben. Selbst wenn das Produkt nicht sonderlich gefährlich ist, kann die Marktaufsicht den Vertrieb stoppen, sobald keine gültige CE-Kennzeichnung vorliegt. Dieses Verkaufsverbot hält so lange an, bis das Produkt verbessert bzw. gekennzeichnet wurde.

Die CE-Kennzeichnung hat kein Ablaufdatum: Ist sie rechtmäßig, gilt sie für unbegrenzte Zeit. Kommt es aber beispielsweise zu einem Umbau einer Maschine, kann es zu einem Verlust der bis hierhin gültigen CE-Kennzeichnung kommen. In der Maschinenrichtlinie ist von einer wesentlichen Veränderung die Rede, die zu diesem Verlust der CE-Kennzeichnung führt. Diese wesentliche Veränderung ist spätestens dann erreicht, wenn hierdurch neue Gefahrenstellen entstehen. Laut Betriebssicherheitsverordnung ist das Produkt folglich unsicher und muss erst wieder sicher gemacht werden.

Welche Produkte von der CE-Kennzeichnungspflicht erfasst sind, ergibt sich aus den EU-Richtlinien für bestimmte Produkte. Einen Auszug der wichtigsten Richtlinien sind:

  • Maschinenrichtlinie (2006/42/EG)
  • Produktsicherheitsrichtlinie (2001/95/EG)
  • EMV-Richtlinie (2014/30/EU)
  • Niederspannungsrichtlinie (2014/35/EU)
  • ATEX-Richtlinie (2014/34/EU)
  • Druckgeräterichtlinie (2014/68/EU)
  • Spielzeugrichtlinie (2009/48/EG)
  • Medizinprodukterichtlinie (93/42/EWG)

 

Die Kontrolle der CE-Kennzeichnung übernehmen die verschiedenen Marktüberwachungsbehörden – wie zum Beispiel die Berufsgenossenschaft. Wer es sich also nicht mit diesen Behörden verscherzen will, achtet auf die rechtmäßige Anbringung des CE-Kennzeichens. Ansonsten drohen empfindliche Strafen für das gesamte Unternehmen. Schon der kleinste Hinweis anderer Marktteilnehmer – oder besser gesagt Ihrer „Konkurrenz“ – kann eine Überprüfung nach sich ziehen. Die überprüft das Produkt dann auf die Rechtmäßigkeit des CE-Kennzeichens.

Die Bußgelder für eine Missachtung der CE-Kennzeichnungspflicht belaufen sich laut Produktsicherheitsgesetz zwischen 10.000 und 100.000 Euro. Besteht durch das Produkt ein Risiko für die Gesundheit und Sicherheit von Personen, wird nicht nur der weitere Verkauf von der Marktaufsicht verboten. Die Höhe des Bußgeldes orientiert sich dann am wirtschaftlichen Vorteil, die aus der missbräuchlichen Anbringung des CE-Kennzeichens entstand.

Besteht ein besonders hohes gesundheitliches Risiko, fordert die Marktaufsicht den Rückruf oder sogar die Vernichtung der Produkte. Außerdem kann sie anordnen, dass die Öffentlichkeit über das fehlerhafte Produkt informiert werden muss. In diesen Fällen drohen strafrechtliche Verfolgung und Freiheitsstrafen für Geschäftsführende, Vorstände, oder leitende Mitarbeiter.

Das CE-Kennzeichen bringt immer der Hersteller selbst auf dem Produkt an. Im Falle des Imports in den europäischen Wirtschaftsraum übernimmt das der Inverkehrbringer und bürgt damit für die grundlegenden EU-Richtlinien zu Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen an das Produkt. Grundsätzlich dürfen Hersteller und Inverkehrbringer dabei auch Dienstleister in der CE-Kennzeichnung beauftragen. Allerdings ist das nicht bei allen Produkten der Fall.

Hersteller oder herkömmlichen Dienstleistern dürfen die Konformitätsbewertung, welche für die CE-Kennzeichnung notwendig ist, nicht bei allen Produkten durchführen. Beispiele hierfür sind Produkte aus der Medizin und persönliche Schutzausrüstungen.

Dementsprechend gibt es unabhängige und extra dafür benannte Prüf- und Zertifizierungsstellen – im Englischen „Notified Body“ genannt – die das Produkt begutachten und freigeben. Bei einer Freigabe darf der Hersteller (oder der Inverkehrbringer) die CE-Kennzeichnung anbringen. Die für diese Überprüfung zuständige Stelle wird schließlich auch in der Konformitätserklärung aufgeführt.

Ein weiterer Sonderfall tritt ein, wenn an der Maschine nach der CE-Kennzeichnung wesentliche Veränderungen vorgenommen werden. Die Konformitätserklärung muss Hersteller oder Unternehmen, die für diesen Umbau verantwortlich sind, neu aufsetzen. Sind wieder alle Anforderungen erfüllt, ist die neue CE-Kennzeichnung rechtmäßig.

In diesen Fällen ist der Umbauer gleichzeitig auch Hersteller der Maschine. Bis hierhin war er lediglich Betreiber. Die Verantwortung liegt nun beim Umbauer, der die Konfomitätsbewertung entweder selbst durchführen oder entsprechende Dienstleister damit beauftragt. Damit der sich nicht strafbar macht, muss das umgebaute Produkt alle Anforderungen der CE-Kennzeichnung erfüllen.